Fachtagung „riechen, schmecken, tasten, leben….Situation taubblinder und hörsehbehinderter Menschen in NRW“

 

Am 11.06.07 fand im Kreishaus in Recklinghausen die Fachtagung statt. Ca. 110 Personen waren gekommen. Dabei waren auch ungefähr 20 Taubblinde. Vor der Veranstaltung ging der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann durch einen Selbsterfahrungsparcours, das bedeutet, Herr Laumann bekam eine Dunkelbrille und Ohrstöpsel und musste allein mit dem Blindenlangstock einen Weg mit Hindernissen entlang laufen – ohne Hören und Sehen. Der Minister war sehr beeindruckt. Er sagt, dass er sich sehr hilflos gefühlt hat. Danach hat der Minister Laumann eine Rede gehalten. Er sagt, dass es sehr wichtig ist, dass die Assistenten ausgebildet werden. Das Ministerium wird deshalb die Ausbildung zum Taubblindenassistenten unterstützen. Bis Ende 2007 soll das Konzept für die Ausbildung fertig sein.

Nach der Rede des Ministers gab es noch andere Reden. Z.B von Maria Seifert vom Landschaftsverband Westfalen- Lippe und von Peter Hepp, dem einzigen taubblinden Diakon und Buchautor in Deutschland. Peter Hepp übergab dem Minister eine Resolution in der die Rechte der Taubblinden zusammengefasst sind.

Kurz vor der Pause gab es zur Auflockerung einen Auftritt von einer Trommelgruppe.

In der Pause konnten alle Besucher auch selbst mit Dunkelbrille und Ohrstöpseln durch den Hindernisparcours laufen. Man konnte sich auch am Infostand informieren oder am großen Büchertisch nach schönen Büchern über Hörschädigung oder Taubblindheit stöbern.

Nach der Pause konnte das Publikum Fragen stellen. Die Fragen wurden von dem Ministerium oder dem Landschaftsverband beantwortet, auch einige Selbstbetroffene oder Angehörige waren bei der Fragerunde dabei, z.B. Oliver Ley, Lilo Binzenbach und Magdalena Besten.

Am Ende der Veranstaltung spielte noch einmal die Trommelgruppe, danach gab es für alle kostenlos Mittagessen.

Die Veranstaltung war sehr erfolgreich, weil die Politik auf die Probleme der Taubblinden aufmerksam wurde. Es gab viele positive Rückmeldungen. Wir freuen uns, dass das Ministerium die Assistentenausbildung unterstützen wird, das ist wichtig für die Zukunft der Taubblinden.   

 

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