Ausflug der Selbsthilfegruppe Taubblinde und Usher-Gehörlose Recklinghausen am 03. Oktober 2006 zum Mühlenhofmuseum in Münster
Am Tag der Deutschen Einheit, dem 03. Oktober 2006, haben sich 25 Personen (Mitglieder, Begleiter und Dolmetscher der Selbsthilfegruppe Taubblinde und Usher-Gehörlose Recklinghausen) morgens um 09:30 Uhr in der Bahnhofshalle Münster getroffen. Nachdem wir kurze Zeit noch auf einige Personen gewartet haben, sind wir um 10 Uhr zu unserem Ziel aufgebrochen. Der Himmel war zwar bedeckt und es war etwas kühl, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Alle waren fröhlich und gut gelaunt. Über den Promenadenweg und am Aasee entlang erreichten wir gegen 11 Uhr das Freilichtmuseum Mühlenhof. Hier wurden wir bereits vom Kiepenkerl, Symbol des Münsterlandes, zur Führung erwartet. Das Mühlenhof-Freilichtmuseum wurde 1959/1960 gegründet und 1961 mit der Wiedererrichtung einer Bockswindmühle aus dem Emsland eröffnet. Zu sehen gab es den großen Gräftenhof, die Dorfschmiede, das Schuhmacherhaus, die Dorfschule, das Mühlenhaus, den Dorfkrug usw. Es sind insgesamt 30 große und kleine Bauten, die von verschiedenen Orten des Münsterlandes und Emslandes original in das Mühlenhof-Freilichtmuseum versetzt und wieder aufgebaut wurden. Alle Gebäude waren von innen zu besichtigen und die historischen Gegenstände, z. B. Küchen- und Arbeitsgeräte, durften ertastet werden. Im „Backs“, dem Backhaus, wurde noch nach alten Rezepten im Steinofen Brot gebacken und fast jeder von uns hat sich herrlich duftendes weiches Brot oder Rosinenstuten mit nach Hause genommen. Im Mühlenhof befindet sich der „westfälische Himmel“ mit Würsten und Schinken, die noch über einer offenen Feuerstelle mit Buchenholz geräuchert werden. Nach der Führung haben wir uns im Dorfkrug bei einem Imbiss oder Kaffee und Kuchen gestärkt und gemütlich beisammen gesessen und geplaudert. Als Kommunikationsmittel dienten uns die taktile Gebärdensprache und das Lormen. Bei der Führung haben Sonja Gansbergen und eine junge Studentin aus Münster gedolmetscht. So war jeder gut informiert. Eine geplante Fahrt mit dem Wasserbus „Professor Landors“ auf dem Aasee vom Mühlenhof zur „Goldenen Brücke“ musste leider ausfallen, da der Wasserbus nur in den Sommermonaten verkehrt.
Nach einem gemeinsamen Foto vor dem Dorfkrug sind wir am Nachmittag wieder entlang des Aaseeufers und der Promenade Richtung Stadt/Bahnhof gewandert. Einige von uns haben sich noch die schöne historische Altstadt Münsters, „das Herz Westfalens“, angesehen.
Mit der Heimfahrt in verschiedene Richtungen ging ein schöner, erlebnisreicher Tag zu Ende und alle Teilnehmer waren begeistert und zufrieden.
Der Ausflug war vom Seniorenleiter der Taubblinden und Usher-Gehörlosen Selbsthilfegruppe Recklinghausen, Norbert Rinsche, in Zusammenarbeit mit Sonja Gansbergen organisiert worden. Sonja Gansbergen und der jungen Dolmetscherin aus Münster herzlichen Dank für die Unterstützung.
Norbert Rinsche